Myofascial Release/ MFR® DGMR

Myofasziale Massage

Myofascial Release ist eine ganzheitliche manuelle Methode zur Behandlung tiefsitzender Spannungen und Bewegungseinschränkungen im Bindegewebe. Ziel ist es, den Körper über das Fasziensystem wieder ins Gleichgewicht zu bringen und seine Vitalität zu fördern.

Im Unterschied zu vielen herkömmlichen Massagetechniken, die vor allem auf die Muskulatur oder auf allgemeine Entspannung abzielen, folgt Myofasziale Entspannung gezielt den Spannungsmustern im Fasziengewebe.

Faszien umhüllen und durchziehen die Muskeln auf mehreren Ebenen – sowohl oberflächlich als auch tief. Verklebungen in diesen Schichten bleiben bei gängigen Anwendungen oft unbeachtet. Die langsame und präzise Arbeit mit dem myofaszialen Gewebe ermöglicht es, genau dort anzusetzen, wo die Bewegung eingeschränkt ist.

Wenn sich das Bindegewebe verdickt, verhärtet oder austrocknet, kann dies die Beweglichkeit erheblich beeinträchtigen und Schmerzen verursachen.

Verklebungen und Spannungen im Fasziensystem wirken sich nicht nur lokal aus – sie betreffen auch andere Gewebe und Organe, da im Körper alles miteinander verbunden ist.

Faszien sind ein feines, aber robustes Netzwerk aus Bindegewebe, das den gesamten Körper durchzieht. Sie umhüllen Muskeln, Organe, Nerven und Blutgefässe und verbinden verschiedene Strukturen miteinander. Sie spielen eine zentrale Rolle bei der Bewegungskoordination, Stabilität und beim inneren Gleichgewicht des Körpers.

Das Bindegewebe durchzieht den ganzen Körper. Es ist an allen grundlegenden Vorgängen im Organismus beteiligt – am Stoffwechsel, an der Erneuerung von Strukturen und auch an der Regeneration im Gehirn. Nur wenn das Bindegewebe in einem guten Zustand ist, kann eine Therapie langfristig wirken.

Das Bindegewebe durchzieht den ganzen Körper. Es ist an allen grundlegenden Vorgängen im Organismus beteiligt – am Stoffwechsel, an der Erneuerung von Strukturen und auch an der Regeneration im Gehirn. Nur wenn das Bindegewebe in einem guten Zustand ist, kann eine Therapie langfristig wirken.

Die angewandten Techniken richten sich nach dem Zustand des Gewebes und den individuellen Bedürfnissen. Zum Einsatz kommen unter anderem:

  • sanfte, langsame Dehnungen entlang des Gewebespannungsverlauf
  • tiefengewebige Techniken mit Fingerspitzen, Knöcheln oder Ellbogen
  • sogenanntes „Unwinding“, bei dem das Gewebe seinen natürlichen Bewegungen folgt und sich von selbst neu organisiert

BINDEGEWEBE

Ein Sammelbegriff für verschiedene Gewebearten, die Strukturen im Körper stützen, verbinden oder schützen. Dazu zählen unter anderem:

Knochen, Knorpel, Blut, Fettgewebe, Faszien

Bindegewebe erfüllt viele wichtige Aufgaben: Es schützt Organe, speichert Fett, verleiht dem Körper seine Form und ermöglicht den Transport von Nährstoffen und Informationen.

FASZIEN

Faszien sind eine besondere Form des Bindegewebes. Sie bestehen aus dünnen, aber festen Schichten, die Muskeln, Nerven, Blutgefässe und innere Organe umgeben. Ihre Hauptfunktionen sind:

  • strukturelle Unterstützung und Schutz
  • Verbindung und Koordination von Bewegungen
  • Trennung von Geweben, um Reibung zu vermeiden

 

TYPEN VON FASZIEN

  • oberflächliche Faszie – direkt unter der Haut, enthält Fettgewebe
  • tiefe Faszie – umhüllt Muskeln, Sehnen, Gefässe
  • viszerale Faszie – umgibt Organe wie Herz, Lunge und Verdauungssystem

 

WICHTIGER UNTERSCHIED

Nicht jedes Bindegewebe ist eine Faszie – aber jede Faszie gehört zum Bindegewebe.

Diese Methode kombiniert gezielte Techniken der Faszien- und Bindegewebsbehandlung. Sie wird bei chronischen Schmerzsyndromen, funktionellen Störungen innerer Organe und allgemeinen Regulationsproblemen eingesetzt.

Durch die Arbeit an reflektorisch aktiven Zonen im Gewebe kann sie das Zusammenspiel von Organsystemen, Kreislauf, Atmung und Verdauung positiv beeinflussen.

  • Verbesserung der Durchblutung und des Lymphflusses
  • Lösung von muskulären und faszialen Spannungen
  • Förderung der Geweberegeneration
  • Unterstützung der Organfunktionen
  • Regulation des vegetativen Nervensystems
  • Stressabbau und mehr innere Ausgeglichenheit

IN DEN ERSTEN STUNDEN

bleiben die Faszien weicher, freier und besser durchfeuchtet. Die einzelnen Schichten gleiten leichter übereinander, und das Gewebe fühlt sich insgesamt beweglicher an.

NACH 24–72 STUNDEN

hält diese verbesserte Beweglichkeit meist an. Auch der Blut- und Lymphfluss bleibt lebendiger. Wenn jedoch die gewohnten Belastungen oder Bewegungsmuster gleich bleiben, kann das Gewebe allmählich wieder in seine alten Spannungen zurückfinden.

NACH 1–3 WOCHEN

kann sich ein neues, harmonischeres Muster im Faszien- und Muskelbereich entwickeln – vor allem dann, wenn mehrere Behandlungen stattfinden und einfache unterstützende Übungen dazukommen (Haltung, Atemarbeit, sanfte Dehnung).

ÜBER MEHRERE MONATE

kann sich das fasziale Gewebe nachhaltig verändern. Bei regelmässiger Therapie (mindestens einmal pro Woche während eines Kurabschnitts, danach in längeren Abständen zur Erhaltung) können sich Faszien neu ausrichten, Verdichtungen nachlassen und das Nervensystem den neuen Bewegungsraum als „normal“ abspeichern.

EINE EINZELNE BEHANDLUNG 

wirkt oft über einige Stunden bis wenige Tage.

Für eine länger anhaltende Veränderung braucht es jedoch eine Kombination aus wiederholten Behandlungen und kleinen Anpassungen im Alltag und in der Bewegung.

Praxis für Manuelle Therapie in Zürich Kreuzplatz